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„Uf de Kappler Höh' “

Paul Eisemann war Lehrer in Kappel von .1925 bis 1952. Einige ältere Kappeler Einwohner sind noch bei ihm zur Schule gegangen. Seinerzeit verfasste er unter oben stehendem Titel dieses schöne Gedicht in badischem Dialekt. 

 
Uf de Kappler Höh',
wa kamer do all seh:
fern der Alpenberge Kranz,
im Sonneschie der Firne Glanz -
Uf de Kappler Höh'.
 
Uf de Kappler Höh',
sieht mer no viel meh:
de Feldberg dort in stolzer Rueh,
me meint, er winkt eim friendli zu -
Uf de Kappler Höh'.
 
Uf de Kappler Höh'
*)
Herepfelbrote uf de Weid,
isch de Hirtebuebe Freud -
Uf de Kappler Höh'.
 
Uf de Kappler Höh'
viel Pilz un Beere steh,
Fraue, Kinder klei und groß,
surche se us Struuch und Moos -
Uf de Kappler Höh'.
 
Uf de Kappler Höh',
springe Haas und Reh,
de Jäger schliecht durch Busch und Wald,
er zielt und schießt un's Büchsle knallt -
Uf de Kappler Höh'.
 
Uf de Kappler Höh'
lid im Winter Schnee:
Maidle, Buebe, ganzi Schaare,
lehre dobe Schneeschuh fahre -
Uf de Kappler Höh'.
 
Noh de Kappler Höh',
zieht's mi gwiß mit Weh,
wenn ich mol in spätrer Zit,
in fremdi Land bi fremde Lit -
fern der Kappler Höh'...

 
 

 

 
 
 
 
 


*) Vermutlich fehlt in der 3. Strophe die 2. Zeile, da sich die 3. Zeile nicht mit „Uf de Kappler Höh' " am Ende reimt; jener Titelzeile, die der Autor Paul Eisemann am Anfang und Ende der Strophen 1 bis 6 verwendet.

Quelle:
Archiv Heimatverein Kappel, Hans-Joachim Winterhalder
Layout dieser Seite: Hans-Gerhard Maiwald im Januar 2019